Qualifizierungscontrolling
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Gibt es etwas Neues an der Front des Qualifizierungscontrollings? Um ehrlich zu sein, waren meine Erwartungen nicht allzu groß, als ich in der Zeitschrift Führung + Organisation auf einen Artikel zum Thema gestoßen bin. Aber als dann ein praktisches Beispiel angekündigt wurde, habe ich mir die acht Seiten dann doch vorgenommen. Vorgestellt wird das Controlling für eine Vertriebsweiterbildung bei der EvoBus Gmbh, der Omnibussparte von Daimler. In Anlehnung an Kirkpatrick wurden folgende Bereiche kontrolliert:
- Rückmeldebogen der Weiterbildungsteilnehmer
- Wissenstest
- Verhaltensebene: Hat sich das Verhalten der Teilnehmer wie gewünscht geändert? In diesem Beispiel: Nein.
- Wirkung in der Praxis: Wie spiegelt sich die Weiterbildung in den Verkaufszahlen wieder? Gar nicht, da „in die Verkaufszahlen sehr viele Randbedingungen und nicht vollständig beeinflussbare Faktoren einfließen.“
Nun denn, die Resultate sind ehrlich, die Konsequenzen der Autoren überraschen hingegen: „Insgesamt wurde ein Instrumentarium erstellt, das es bei angemessenem Aufwand ermöglicht, den Schulungsnutzen zu bewerten.“ Wenn ich den Nutzen in der Praxis nicht messen kann, wo bleibt dann der Sinn des Controllings? Von daher bleibt es also vorerst dabei: Noch nichts wirklich praktisch Verwertbares im Qualifizierungscontrolling.
Wer mehr wissen möchte:
Beinborn, Peter u.a.: Qualifizierungscontrolling bei der EvoBus GmbH. In: Zeitschrift Führung + Organisation, Heft 04/2007, S. 208 – 215 (online zu erreichen über das ZFO-Archiv; kostenpflichtiger Artikel: 3,81 EUR)
